Schnaps ist noch längst nicht ihr letztes Wort

Die Birkenhof-Brennerei in Nistertal ist bekannt dafür, angehenden Destillateuren eine hervorragende Ausbildung zu bieten. Im zurückliegenden Ausbildungsjahr stellten sie mit Patrick Hahner den zweiten Bundessieger beim Destillateur-Nachwuchs. Aber der Apfel fällt nicht weit vom Stamm: Jonas Klöckner, Sohn von Steffi und Peter Klöckner als Inhaber und Betreiber der Birkenhof-Brennerei, erreichte sogar das beste Prüfungsergebnis auf Bundesebene und ist am Montag zur Bestenehrung in Berlin eingeladen.

Patrick Hahner kommt aus Wuppertal-Hardt und wurde durch Whisky-Tastings und –Messen sowie letztendlich einer Führung auf den Westerwälder Birkenhof aufmerksam. Ein „Werbeblock“ von Steffi Klöckner während des Tages der Offenen Tür gab schließlich den Ausschlag. Dabei hat Hahner auch schon einen Bachelor-Abschluss in Brauerei-/Getränketechnologie in der Tasche. Doch dieses Metier war ihm nicht abwechslungsreich und interessant genug.

Jonas Klöckner ist mit der elterlichen Brennerei aufgewachsen. Spätestens im siebten Schuljahr wusste er, dass das auch sein Beruf werden soll. Er machte das Abitur am Konrad-Adenauer-Gymnasium in Westerburg, machte den Jagdschein und lernte auch andere Brennereien kennen. In den USA, England, Schottland und Südafrika lernte er Englisch und arbeitete auch auf Weingütern. Für seine Ausbildung fiel die Wahl schließlich auf zwei interessante Betriebe: das Unternehmen Vögele-Aromen in Lauffen am Neckar und die Spezialitätenbrennerei Liebl in Bad Kötzingen in Bayern. Während er sich im ersten Betrieb mit Grundstoffen und der Entwicklung von Spirituosen beschäftigte, lernte er im zweiten bei Destillateurmeister Steffen Scharr und Brennmeister Gerhard Liebl das Herstellen von Obstbränden und vielem mehr aus dem Effeff kennen.

Im Birkenhof ist es vor allem Destillateurmeister Lars Baethcke, der sich um die Lehrlinge kümmert. Dass der Westerwälder Ausbildungsbetrieb jetzt schon zum dritten Mal in Folge die besten Destillateur-Azubis stellt, ist mit ein Verdienst von dem engagierten Ausbilder, der bestens sein Wissen weitervermitteln kann, wie Steffi Klöckner zufrieden feststellt. Aber auch regionale Unternehmen sind in die Ausbildung mit eingebunden. So war die Projektarbeit von Hahner die Entwicklung eines speziellen Gins fürs Hotel Heinz in Höhr-Grenzhausen.

Insgesamt ist die Ausbildung zum Destillateur ungemein vielfältig: Das reicht von den vielfältigen Ausgangsprodukten über die unterschiedlichsten Techniken des Destillierens bis zur variantenreichen Weiterverarbeitung. Aber auch das Abfüllen und der Verkauf der fertigen Produkte wollen gelernt sein. Dazu gehören zum Beispiel auch die Präsentation auf Messen oder Verkostungen.  Zur Ausbildung in den Betrieben kommt natürlich auch noch der Bockunterricht in der Berufsschule. Voll des Lobes sind hier beide Ex-Azubis über ihre Lehrmeisterin Sabine Droste am Fritz-Henßler-Berufskolleg in Dortmund. Und die Gesellenprüfung ist für angehende Destillateure nicht ohne: Da gibt es nicht nur jede Menge Theorie, sondern auch einen praktischen Teil mit Themen wie Wasserhärte oder Filtration. Und schließlich gehört zum Brennen auch das Wissen um umfangreiche Gesetzesvorschriften dazu.

Aber wie geht es mit den beiden jungen, sehr erfolgreichen Brennern nach der Ausbildung weiter? Patrick Hahner übt seinen Traumberuf jetzt bei der Brennerei Habbel im nordrhein-westfälischen Sprockhövel aus. In der ehemaligen Kornbrennerei und heutigen Obstbrennerei baut man aktuell die Sparte Whisky aus. Jonas Klöckner kehrte als Werkstudent in den elterlichen Betrieb nach Nistertal zurück und studiert in Geisenheim Getränketechnologie.

Im Birkenhof gibt es aktuell noch zwei junge Leute, die zu Destillateuren ausgebildert werden. Fürs neue Lehrjahr haben Klöckners allerdings niemand gefunden, der zum Betrieb passt. Die Werbung von Azubis auf dem umkämpften Ausbildungsmarkt ist allerdings auch gar nicht so leicht, weil sie wegen der gesetzlichen Vorschriften rund um den Alkohol zum Beispiel gar nicht ganz jung sein können.

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